Brown – schon heute ein etablierter und mehrfach mit Platin ausgezeichneter Künstler – baut weiter auf den für ihn typischen Sound auf. „Graffiti steht für die vielen Arten und Farben der Kunst, Musik und Mode, die ich liebe, und dafür, wie ich mich selbst ausdrücke“, erklärt er. „Das ist meine Kunst... mein Graffiti.“
Aus der Kleinstadt Tappahannock, Virginia, trat Chris Brown 2005 im Alter von 16 Jahren zum ersten Mal ins Scheinwerferlicht des Show-Business, wo er wegen seines naturgegebenen Talents direkt seinen Platz fand. Sein Ruhm wuchs schnell, da seine vielversprechenden Fähigkeiten schon bald Vergleiche mit seinen Idolen Michael Jackson und Stevie Wonder nahelegten. Browns selbstbetiteltes Debütalbum, das mit Doppelplatin ausgezeichnet wurde, brachte den von Scott Storch produzierten Smash-Hit „Run It!“ (featuring Juelz Santana) sowie die Top10-Singles „Yo (Excuse Me Miss)“ und „Gimme That“ hervor. Er wurde für Grammys in den Kategorien „Bester Neuer Künstler“ und „Bestes Zeitgenössisches R&B-Album“ nominiert. Bei der im nationalen Fernsehen übertragenen Preisverleihung 2007 trat er gemeinsam mit Lionel Richie und Smokey Robinson auf und sang mit ihnen Medleys ihrer jeweiligen Hits. 2006 wurde er mit drei Billboard Awards („Künstler(in)“, „Männlicher Künstler“ und „Neuer Künstler des Jahres“), einem Soul Train Award („Bester Neuer Künstler“ – R&B/Soul), zwei BET Awards („Bester Neuer Künstler“, Zuschauerpreis), einem Teen Choice Award („Bester Neuer Künstler“) und einem NAACP Image Award (Herausragender Neuer Künstler) ausgezeichnet.
Mit seinem zweiten Album „Exclusive“ aus dem Jahr 2007 knüpfte er direkt an diesen Erfolg an. Das Album erreichte Platin-Status und brachte die Nummer-1-Hits „With You“, „Forever“ und „Kiss Kiss“ (mit einem Gastauftritt von T-Pain, der den Song auch produzierte) hervor. Mit elf Nominierungen war Brown der meistnominierte Künstler bei den Teen Choice Awards 2008 – fünf der Auszeichnungen (darunter „Bester Männlicher Künstler“) konnte er schließlich für sich gewinnen. 2008 wurde er außerdem mit drei American Music Awards („Bester Männlicher Künstler“ – Pop, „Bester Männlicher Künstler – Soul/R&B-Music“ und „Künstler des Jahres“), vier BET Awards (darunter „Bester Männlicher R&B-Künstler“ und „Beste Zusammenarbeit“ für sein Gemeinschaftswerk mit T-Pain bei „Kiss Kiss“), einem MTV Video Music Award („Bestes Video eines männlichen Künstlers“ für „With You“), einem NAACP Award („Herausragender Männlicher Künstler“), einem World Music Award („Weltbester Männlicher R&B-Künstler“) sowie zwei People’s Choice Awards (darunter „Bester Männlicher Sänger“) ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde er für zwei weitere Grammys nominiert (darunter Beste Männliche Gesangsleistung – R&B für „Take You Down“).
„Graffiti“ ist unverkennbar von Browns Handschrift geprägt – das Album bietet eine schwindelerregende Reise durch das gesamte Musikspektrum, auf der der Künstler die Höhen und Tiefen erkundet, die das Leben ihn gelehrt hat. „[Beim Graffiti] gibt es alle möglichen verschiedenen Formen, Größen und Farben, und genau so ist es auch in meiner Musik – verschiedene Gefühle, verschiedene Emotionen. Sie bringt die unterschiedlichsten Musikgenres zusammen und lässt sie miteinander verschmelzen“, sagte Brown dem YRB Magazine. Das neue Album enthält Kollabos mit Platin-Künstlern wie Lil Wayne und Swizz Beatz („I Can Transform Ya“) sowie den Hitschreibern und -produzenten Polow Da Don („So Cold“, „Wait“, „Gotta Be Ur Man“, „I Love U“), The Runners („What I Do“), Ryan Leslie („Famous Girl“) und Brian Kennedy („Pass Out“, „I’ll Go“).
Futuristische Funk-Sounds machen die erste Single „I Can Transform Ya“ (featuring Lil Wayne and Swizz Beatz) zu einer phantasievollen Club-Hymne, die es auf Anhieb in die Billboard-Charts gebracht hat. Den stilistischen Gegensatz dazu bildet die zweite Single „Crawl“, produziert von Adam Messinger und Nasri Atweh. Hier beginnt der Song mit Browns herausragender Stimme, zu der das Orchester eine zarte Ode an eine verlorene Liebe aufbaut. „Why did I change the pace? Hearts were never meant to race“. Sein ausgeprägter Tenor lässt erkennen, wie sehr seine Stimme an Reife gewonnen hat. „What I Do“ (featuring Piles) ändert die Atmosphäre des Albums und bringt die romantische Seite Browns heraus, untermauert von seinem schlagfertigen Flow und Piles Raffinesse. Diesem Kurswechsel folgt mit „Sing Like Me“ ein melodischer, skurriler Flirt, produziert von Big Makk, mit dem Chris ein verspieltes Ständchen an die Damenwelt hält. Weiter in Richtung Schlafzimmer dringt Brown mit „Take My Time“ (featuring Tank) vor, einer langsamen Nummer, die einen Augenblick der Intimität nachstellt, getragen von der erotisch aufgeladenen Kulisse, die Produzent Da Bizznesss aufbaut. „I want to take my time. I want to do you right“, enthüllt Brown.
Aber in erster Linie handelt es sich bei „Graffiti“ um ein Chris-Brown-Album. Und das bedeutet, dass tanzbare Stücke nicht vernachlässigt werden. Der clubtaugliche Song „I.Y.A.“ (Akronym für „In Your Arms“) ist mit einem unvergleichlichen Beitrag von Chris Breezy eine nostalgische Verbeugung vor der Synthesizer-Ära. Und auf der Tanzfläche wird es kein Halten mehr geben, wenn Trey Songz und Game auf „Wait“ das Wort ergreifen und für echte Partymusik sorgen.
Brown, der viel von dem Material auf „Graffiti“ selbst geschrieben hat, besinnt sich wieder auf eine Botschaft der Dankbarkeit. „Lucky Me“ thematisiert die Fähigkeit, trotz aller persönlichen Herausforderung, weiterhin positiv zu denken. In dem von Jevon Hill produzierten Stück präsentiert sich Brown mit den Worten eines Mannes, der gereift ist und sich seiner Verantwortung stellt. Es ist ein Song, der einen allgemeingültigen Appell an alle richtet, die eine schwere Zeit durchmachen. Der letzte Song des Albums, „I’ll Go“ ist eine bittersüße Ballade darüber, Kapitel zu schließen, loszulassen und nach vorn zu denken, die Brown auf poetische Weise vorträgt.
Wie man es von ihm gewohnt ist, steht Chris Brown zurzeit wieder auf der Bühne. Zur Veröffentlichung seines Albums tritt er im Rahmen der „Fan Appreciation Tour“ in achtzehn Städten auf. Die Tour baut auf sein gemeinnütziges Engagement auf: Ein Teil der Einnahmen werden an „Best Buddies International“ gespendet. „Best Buddies“, gegründet 1989 von Anthony Kennedy Shriver, ist die größte gemeinnützige Organisation, die sich darum bemüht, Menschen mit geistigen Behinderungen oder Entwicklungsstörungen Freundschaften, Jobs und Perspektiven zu vermitteln. Während seiner Tour wird Brown Teilnehmer an Best-Buddies-Projekten besuchen und seine Fans dazu ermutigen, in ihren Gemeinden ehrenamtlich für Menschen mit geistigen Behinderungen oder Entwicklungsstörungen zu arbeiten.
Auch das Jenesse Center in Los Angeles wird einen Teil der Einnahmen aus Ticket-Verkäufen erhalten. Das 1980 gegründete Zentrum bietet Hilfestellung und Dienstleistungen für Familien. Ihr Ziel ist es, Frauen und Männer dabei zu unterstützen, die Bedürfnisse von Kindern anzugehen und ihre Familien generationsübergreifend zu stärken.
Browns Talent geht über Konzerthallen und Aufnahmestudios hinaus. Er ist auch ein erfahrener Schauspieler, der sein Leinwanddebüt 2007 im Film „Stomp the Yard“ gab und auch eine Hauptrolle im Weihnachtsfilm „This Christmas“ spielte. Sein neuester Film wird im Frühjahr 2010 unter dem Titel „Takers“ in den US-amerikanischen Kinos anlaufen.
Für Chris Brown hat ein neues Jahrzehnt begonnen. Die ehemalige Teenie-Sensation hat sich zu einem gefeierten, ernstzunehmenden Künstler entwickelt, der seine persönliche Signatur hinterlassen hat, ganz in der Tradition von „Graffiti“.







